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16.09.2009 / 17:32 | Sonnen-Arche | Über die Sonnenarche
Die Sonnen-Arche im Chiemgau
    Bild wurde überspielt von: Maria Ernst Sonderdruck aus "Wohnung + Gesundheit" Nr. 132/2009
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Im malerischen Chiemgau, in der Nähe von Halfing, etwa eine Autostunde von München entfernt, liegt die Sonnen-Arche, ein ökologisches Paradies.

Hier wird seit über acht Jahren Spiritualität in liebevollem Umgang zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Kosmos gelebt und gelehrt.

Der ehemalige Bauernhof liegt auf einem 3 Hektar großen Gelände, umgeben von Wiesen und Wäldern, in völliger Alleinlage. Der einstige Münchner Stadtrat und Rechtsanwalt Bernhard Fricke, überzeugter Sonnenenergie- und Öko-Pionier, baut hier eine Vielfalt von Gemüsesorten und Obst an.

Eine Heimat für Tiere
In der Sonnen-Arche leben über 100 Tiere (Pferde, Schafe, Esel, Ziegen, Geflügel, Katzen, Hunde, Schweine etc.) in friedlicher Nachbarschaft. Jedes Tier hat einen Namen und seine besondere Geschichte auf dem Weg in die Sonnen-Arche. So zum Beispiel der Toggenburger-Ziegenbock Orpheus, der zu einer aussterbenden Rasse gehört. Er wurde im letzten Moment vom Schlachthof in München gerettet. Inzwischen bildet er mit etlichen weiblichen Ziegendamen eine kleine Herde – wesentlicher Beitrag zur Erhaltung dieser seltenen Ziegenrasse.

Auch das Wollschwein Mareike entging gerade noch dem Schlachter, ebenso das Hängebauchschwein Babi und viele andere Tiere. Die temperamentvolle Eselsdame Daisy wurde von Tierschützern aus einem ungarischen Tiertransport herausgekauft und damit am Leben erhalten.

Bernhard Fricke erinnert sich bei jedem der Tiere an besondere Begebenheiten. „Weihnachten 2002 retteten wir Hannibal und Gudrun (ein Truthahnpärchen) vor dem drohenden Kochtopf“. Anderes Federvieh, Hühner und Laufenten, folgten und bereicherten schon bald die Sonnen-Arche mit ihrem unermüdlich schnatternden Getöne. „Geschlachtet werden unsere Tiere natürlich nie, sie leben hier artgerecht in größtmöglicher Freiheit bis zu ihrem natürlichen Lebensende“, erklärt der überzeugte Vegetarier.

Eine ganz besondere Beziehung pflegt er zu dem Schaf Seraphina, seit 13 Jahren Bernhard Frickes vierbeinige Lebensbegleiterin. Seraphina hat sich inzwischen zu dem fröhlichsten, selbstbewusstesten und spirituellesten Schaf dieser Erde entwickelt. Nachdem Fricke während der dramatischen Krise um die Maul- und Klauenseuche entgegen einem für ihn unsinnigen EU-Verbot seinem Schaf eine Schutzimpfung injiziert hatte, statt es umbringen zu lassen, wurde ihm seine Wohnung gekündigt. Dank einer Anzeige wurde ihm der alte Bauernhof in Halfing ange¬boten. Die absolute Alleinlage, die von Wäldern umgebenen Weiden und die mit Naturholz verkleidete große Tenne, die sich hervorragend für kulturelle, spirituelle und poli¬tische Veranstaltungen eignet, hat ihn von Anfang an begeistert. Im Juni 2001 fiel der Startschuss für das Umwelt- und Begegnungszentrum von „David gegen Goliath“.

Gründung der Sonnen-Arche
„Mir wurde in München der denkbar schönste Ehrentitel „Sonnenkönig“ von der Abendzeitung verliehen, weil ich mich seit der Gründung von „David gegen Goliath“ als Konsequenz der Atomkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie sowie für den konsequenten Ausbau der Sonnenenergie eingesetzt habe“, sagt der Rechtsanwalt Bernhard Fricke, der heute noch, neben seinem Einsatz für „David gegen Goliath“ und seiner Arbeit in der Sonnen-Arche, als Rechtsanwalt praktiziert.

Bild wurde überspielt von: Maria Ernst „Die Idee, ein Zentrum für Kinder, Tiere und ältere Menschen auf der Grundlage universeller Spiritualität zu gründen, hatte ich schon seit vielen Jahren. Als mir bewusst wurde, dass selbst noch so viele politische Aktionen, Demonstrationen oder Unterschriftensammlungen nicht genug positive Veränderungen schaffen würden, ging ich ganz einfach selbst ans Werk.“

Für Fricke war der Chiemgau schon immer ein Ort der Spiritualität, sichtbar an alten keltischen Kraftplätzen, Klöstern und Kirchen. Hier gründete er auch sein einzigartiges Ökoprojekt „Sonnen-Arche“.

„Unser Ziel war es von Anfang an, die Sonnen-Arche in den wesentlichen Lebensbereichen Energie, Ernährung und Wasser zu einem autarken, also unabhängigen Ort zu machen. Das haben wir zwar noch nicht ganz erreicht, doch inzwischen gibt es schon einen Brunnen, eine Solaranlage auf dem Dach und einen großen Garten, der nach dem Vorbild der Permakultur, welche Sepp Holzer durch seine Bücher, Vorträge und seinen Schaugarten in Österreich bekannt gemacht hat.

Ganz klar, dass dies alles nur dem enormen Arbeitsaufwand auch vieler freiwilliger Helfer und mit großem finanziellen Engagement möglich wurde.“
Hilfe ist auch weiterhin erwünscht z.B. bei der Tierversorung, im Obst- und Gemüsegarten und im Haus. Telefonisch ist die Sonnenarche erreichbar unter der Nummer 08055-189920 oder unter www.sonnenarche.de.

David gegen Goliath
Nicht reden, sondern handeln, ist das Motto von „David gegen Goliath“ (DaGG). Barbara Rütting, die an der Seite von Bernhard Fricke in Wackersdorf gegen Atomkraftwerke demonstrierte, der alternative Nobelpreisträger Hans Peter Dürr, der „Sonnenpapst“ Prof. Dr. Franz Alt, der Arzt, Psychotherapeut und Buchautor Rüdiger Dahlke, Agrar-Rebell Sepp Holzer und viele andere sind häufig in der Sonnen-Arche mit Vorträgen und Seminaren zu Gast

Monika Wiucha





von: Maria Ernst

www.davidgegengoliath.de
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