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16.07.2009 / 16:52 | Veröffentlichungen | Aktionen (Archiv)
Aktion zum Irakkrieg (2003)

München, 18.2.2003, vor dem Hintergrund eines drohenden Irakkrieges

Einladung zum Mitmachen:
Eine Minute für den Frieden
Täglich 12.00 und 24.00 Uhr

Gebete und Gedanken für den Frieden in und um uns

„Die Kraft des Geistes und des Gebetes ist um ein Vielfaches stärker als alles Geld, alle Macht und alle Atombomben der Welt. Wenn die Kraft von vielen Menschen mit dem gleichen Anliegen möglichst zur gleichen Zeit konzentriert und im Glauben an das Gelingen aktiviert wird, kann jeder Einzelne damit den größtmöglichen Beitrag zum Frieden in der Welt, zum Frieden in Natur und Umwelt und zum Frieden mit sich selbst leisten.

Es ist relativ einfach, George W. Bush oder Saddam Hussein zum friedlichen Handeln aufzufordern, aber es ist unendlich viel schwieriger, täglich an sich selbst die nötige Friedensarbeit im persönlichen Bereich zu leisten.

Angesichts eines drohenden Krieges, der die Welt mit verheerenden Folgen in Brand setzen kann, müssen wir uns nicht mehr als ohnmächtige und hilflose Objekte fühlen, sondern wir haben die Möglichkeit, ihm mit der Kraft des Geistes entgegen zu treten“, so Bernhard Fricke, Vorsitzender von David gegen Goliath. Er betont die Notwendigkeit zur regelmäßigen Besinnung, und zwar am sinnvollsten in der Mitte des Tages, um 12.00 Uhr, und (soweit möglich) in der Mitte der Nacht, um 24.00 Uhr. Es muß uns in Fleisch und Blut übergehen, wenigstens einmal, möglichst zweimal, am Tag den Trubel des Alltags zu unterbrechen und uns mit der göttlichen Kraft in lebendiger Friedenssehnsucht zu verbinden. Dabei kann man zum Beispiel ganz einfach die Worte „möge Frieden um und in uns sein“ sprechen oder natürlich auch seine eigenen Worte finden. Es ist ganz wichtig, sich bewußt zu sein, daß man mit vielen Menschen verbunden ist, die in großer Sorge um den Zustand unserer Erde sind und einen positiven Beitrag zu ihrer Heilung leisten wollen.


München, 28.06.2004
Gerichtliches Nachspiel zu Irak-Krieg-Protestaktion
David Bernhard Fricke verteidigt erfolgreich erfolgreich DaGG-Mitglieder Dr. Wolfgang Fischer und Günter Wimmer.

Verfahren vor dem AG München in der Tradition der "Weißen Rose". Anklage wegen Sachbeschädigung (Anbringen der Mahnschrift "Zerreißt den Schleier der Gleichgültigkeit" mit dem Emblem der Weißen Rose an der Ludwig-Maximilian-Universität München), dort wo die Geschwister Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf vor genau 60 Jahren, am 3. Februar 1943, Flugblätter mit der gleichen Überschrift verteilt hatten und zum Tode verurteilt wurden.

Sozialarbeiter Günter Wimmer wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zu 30 Tagessätzen à 40 €, der von mir vertretene, nicht vorbestrafte, frühere Bundeswehrarzt Dr. Wolfgang Fischer zu einer Verwarnung mit Strafvorbehalt zu 20 Tagessätzen à 20 € verurteilt.
Zwei studentische Gehilfen wurden freigesprochen.
Angeklagte verteilen weiße Rosen an Richter Melder, Staatsanwalt Hoffmann und Verteidiger
"Unsere Welt wäre um ein Vielfaches liebevoller, wahrhaftiger und gerechter, wenn es mehr Fischers und Wimmers und weniger Bushs und Cheneys gäbe" so Rechtsanwalt Bernhard Fricke als Einleitung zu seinem Plädoyer, in dem er Freispruch für seinen Mandanten wegen einer nicht erwiesenen Sachbeschädigung und aus Gründen des rechtfertigenden Notstandes beantragte.
In einer mehr als 4-stündigen Verhandlung, in der die Angeklagten unter souveräner Verhandlungsführung von Amtsrichter Melder ausreichend Gelegenheit bekamen, ihre mehr als ehrenwerten Motive, ein deutliches Zeichen gegen einen bevorstehenden verbrecherischen Krieg im Irak zu setzen, darzulegen. Beide Angeklagte wandten sich massiv gegen die erkennungsdienstlichen Maßnahmen im Ermittlungsverfahren, die bei einem Sachschaden von ca. 300 € völlig unverhältnismäßig gewesen seien.

Staatsanwalt Hoffmann konnte an den Handlungen der Angeklagten keine ehrenwerten Motive erkennen und kanzelte sie als strafwürdige Schmierereien ab. Er beantragte für Günter Wimmer 50 Tagessätze à 40 €, und für Dr. Wolfgang Fischer 30 Tagessätze à 40 €.

Rechtsanwalt Bernhard Fricke zitierte in seinem Plädoyer Auszüge aus den Flugblättern der Weißen Rose und des Indianerhäuptlings Sitting Bull. Er betonte, dass in einer Zeit dramatischer Umbrüche und des Verlustes eherner moralischer und ethischer Grundsätze die Zivilcourage einzelner Bürger und ihr Mut zur tätigen Verweigerung nötiger denn je seien, um den Mantel der Gleichgültigkeit herunter zu reissen.

Er begrüßte ausdrücklich das offene Verhandlungsklima und dass fünf weiße Rosen während der Verhandlung auf dem Richtertisch stehen durften. Solche Verhandlungen könnten durchaus auch bei der Beachtung der geltenden Gesetze jungen Menschen Mut zu einem Engagement für unsere Verfassung machen.

von: Johanna Bassler

www.davidgegengoliath.de
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