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12.12.2012 / 17:34 | Veröffentlichungen
Weihnachtsbrief 2012

Sei Du selbst die Veränderung,
die Du Dir wünschst für diese Welt.
Mahatma Gandhi
Weihnachten 2012



Liebe Davids,

trotz aller Hektik zum Jahresende, hoffen wir, dass die Zeit zum Entzünden der 1. Kerze am Adventskranz gereicht hat. Diese Erfahrung ist immer wieder faszinierend: Das kleinste Licht kann die größte Finsternis hell machen. Und dieses Licht können wir - wer sonst? - sein.

Eine derartige Erleuchtung hätte der bayerischen Justiz im Falle Gustl Mollath schon vor einiger Zeit gut getan: Er hatte Schwarzgeldgeschäfte bei der HypoVereinsbank aufgedeckt und zur Anzeige gebracht. Statt ihm für diesen Akt des Gewissens Anerkennung zu zollen, wurde er als paranoider Querulant für Jahre seiner Freiheit beraubt. Keiner wollte die unbequeme Wahrheit hören. Jetzt steht er vor der Freilassung, weil sich herausgestellt hat, dass seine Vorwürfe der Wahrheit entsprochen haben.

Könnte es Parallelen zwischen Fricke und Mollath geben?
Zwar bin ich noch nicht wegen paranoider Wahnvorstellungen und chronischer Unbelehrbarkeit in der Psychiatrie gelandet, aber ich habe mir mit meinen Warnungen und Mahnungen seit Tschernobyl über die sich verstärkende Menschheitskrise einen bedeutsamen Lästigkeitsfaktor auch bei meinen Freunden und Bekannten erworben: Schon wieder ein Brief von David gegen Goliath, schon wieder eine Warnung: Muss denn das schon wieder sein? Kann der nicht mal endlich aufhören, „a Ruah gebn“?

NEIN - das Versprechen kann ich vor dem Weihnachtsfest 2012 geben: Ich werde in der verbleibenden Zeit meines Lebens keine Ruhe geben und meine Warnungen und Mahnungen (so laut ich kann) weiter geben: Denn keiner soll jemals wieder sagen, er hätte nichts gewusst.

Inzwischen dürfte es vielen bekannt sein, dass schon bald nach dem Maya-Kalender am 21.12.2012 ein Zyklus endet. Danach soll eine umfassende Transformation unserer Erde bevorstehen, die alte, lebens-feindliche Strukturen aufbrechen und nach einer Phase des Chaos zu einer neuen Ordnung führen wird. Ich habe derartige apokalyptische Prophezeiungen, noch dazu mit Datumsangabe, die es in der Mensch-heitsgeschichte immer wieder gegeben hat, immer mit Skepsis betrachtet, weil sie uns jede verantwortliche Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten nehmen und uns damit zum Spielball fremder Kräfte und Mächte machen würden.

Aber dass es nicht mehr länger so weiter gehen kann wie bisher, dass der Raubbau unserer natürlicher Lebensgrundlagen in einer total kommerzialisierten Welt, in der die kurzfristige Gewinnmaximierung um jeden Preis das oberste Ziel ist, absehbar zu einem Zusammenbruch unserer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ordnung führen wird, scheint unvermeidlich zu sein. Wir tun nicht, was wir wissen: Wir haben den natürlichen Systemen, wie dem Wald und den Fischschwärmen, mehr entnommen, als nachwachsen kann, wir haben nicht aufgehört, die Luft, das Wasser und unsere Erde zu verschmutzen und zu vergiften, wir haben unser Geld in den Krieg statt in den Frieden investiert und aus unserer Erde, einem Planeten der Hoffnung, einen Planeten der Verzweiflung ohne lebenswerte Zukunftsperspektiven ge-macht. Die Heiligkeit des Lebens haben wir mit Füßen getreten und uns lieber zu Tode amüsiert und in kriminellen Finanzgeschäften verspekuliert.

Aber wo Gefahr ist, wächst bekanntlich das Rettende auch: Immer mehr Menschen wachen auf, sie durchschauen die lügnerischen Verheißungen unserer Waren- und Konsumwelt: Sie halten inne und nehmen die gewaltigen strukturellen Zerstörungsprozesse immer deutlicher wahr; sie erkennen ihren Anteil daran und stellen sich immer intensiver die Frage, wo wir jetzt stehen und wohin wir überhaupt weiter gehen wollen - als Individuum und als Gesellschaft. Sie ändern ihr Konsum- und ihr Geldanlage-verhalten, reduzieren ihren Fernseh- und Computerkonsum und fangen auf einmal wieder an, zu lachen, zu tanzen, zu beten, zu meditieren und sich an der Einfachheit und Natürlichkeit des Lebens zu freuen, kurz: Sie machen sich auf den Davids-Weg der kleinen Schritte mit großer Perspektive. Sie sind immer mehr bereit, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen und entwickeln sich von indifferenten oder nur fordernden Passiv-Bürgern zu aktiv mit gestaltenden Mut- bzw. Wut-Bürgern.

Wie Menschen aus ihrer lebenslang geübten Bequemlichkeit und Lethargie aufwachen und zu lebendigen Mut- und Wut-Bürgern werden können, das hat der inzwischen seit einem Jahr andauernde, bisher erfolgreiche Kampf gegen die Energie-Goliaths von RAG Austria gezeigt, die ausgerechnet unter dem ältesten bayerischen Naturschutzgebiet, dem Langbürgner See, nach Erdgas bohren wollen (siehe Frickes Sonnenblicke „Chiem-GAU“). Solche Beispiele gibt es an vielen Orten: Immer mehr Menschen verstehen sich als Hüter unserer einzigartigen und gleichzeitig ungemein verletzlichen Mutter Erde und schützen sie, weil sie endlich gelernt haben, sie als Grundlage unseres Seins zu lieben und zu achten.

Dazu hat auch im zurückliegenden Jahr die Sonnen-Arche, das Umwelt- und Begegnungszentrum von David gegen Goliath im Chiemgau, viele Mut machende Anregungen gegeben. Der Film „Sonnenblicke“ über die Sonnen-Arche kann als DVD bestellt werden. Ein besonderer Höhepunkt war ein Vortrag unse-res Freundes und Ehren-Mitglieds Hans-Peter Dürr „Das Ende ist der Anfang - Wege in eine menschliche Zukunft“. Dieser beeindruckende Vortrag kann auch als DVD bestellt werden.

Ein weiterer Höhepunkt war eine einstündige BR2-Talksendung mit Ursula Heller zum 26. Tschernobyl-Jahrestag, die wegen des besonderen Interesses sogar wiederholt wurde. Auch dazu gibt es eine CD bzw. einen Link auf unserer Website.

Auch in diesem Jahr freuen wir uns über Spenden in jeder Höhe, um unsere Unabhängigkeit und Aktionsfähigkeit zu erhalten.

Keiner lasse den Mut sinken und jeder lasse sein Licht leuchten, um die Dunkelheit ein wenig heller zu machen. Dazu will auch der „Sonnenblick“ „Alle Ampeln auf grün“ ermuntern.

In diesem Sinne wünschen wir ein licht- und friedvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr.

Ihr/Euer

Bernhard Fricke
Vorsitzender David gegen Goliath e.V.


Weihnachtsbrief 2012 zum Herunterladen


von: Maria Ernst

www.davidgegengoliath.de
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